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Fahrertrainings und Seminare für alle, die auf 2 oder 4 Rädern unterwegs sind oder beruflich damit zu tun haben.

Natürlich kümmern wir uns auch um Euer Fahrzeug, wenn es sich um Fahrwerk, Setup, Diffenrentialsperren oder Datenaufzeichnungen mit Video dreht!

      


 

 

 

"Drift- und Winter Trainings" 

für Jedermann! Bei uns könnt Ihr alle Drifttechniken erlernen. Zum mentalen Training hier schon mal ein paar Tipps vorab:

Fahrphysikalische Grundlagen:

Man bewegt sich beim Driften (aus dem englischen: "sich treiben lassen") in einem physikalischem Grenzbereich der Reifen. Das bedeutet, man muss irgendwie Schlupf, also ein kontrolliertes Rutschen an den Hinterrädern erzeugen. Hierfür gibt es verschiedene Techniken. Da es beim Frontantrieb nur bedingt möglich ist, z.B. durch Handbremseinsatz, gezielte Lastwechsel oder "Linksbremsen" ein Übersteuern zu erzeugen, was aber nur in der Kurveneingangsphase möglich ist, beschränke ich mich hier auf die Heck- oder Allradantriebe.

Grundlegend gilt: An einem Reifen greifen die Seitenführungskräfte (durch Fliehkräfte beim Kurvenfahren) sowie die Beschleunigungskräfte (durch Beschleunigen oder Bremsen) natürlich auch in Kombination der verschiedenen Kraftarten an. Überschreitet die Kombination der angreifenden Kräfte das Haftlimit, geht der Spaß los! Wie also schaffe ich es, die Haftgrenze eben genau hinten zu überschreiten und dabei gleichzeitig sicherzustellen, dass es vorne eben nicht rutscht, um noch die Richtung des Drifts beeinflussen zu können? 

 
Variante 1: Gas geben!

1. mit ca. 80% der max. möglichen Kurvengeschwindigkeit in die Kurve einfahren und einlenken. Das stellt sicher, dass wir nicht zu schnell sind und dadurch bereits aus der Kurve rutschen. Ausserdem werde ich durch das Gasgeben, das den Drift auslösen soll noch ein bisschen schneller, was ja nicht gleich zum Abflug führen soll!

2. Ein kurzer kräftiger Gasstoss stellt sicher, dass die Hinterräder durchdrehen. Der Drift beginnt. Häufigster Fehler hierbei: Meistens wird vorsichtig Gas gegeben und auf den Drift "gewartet", was aber einen deutlichen Reaktionsnachteil zur Folge hat, da der Fahrer nicht genau weiss, wann es losgeht mit dem Driften und dann evtl. das Auto schon zu quer ist um es noch abzufangen.

3. Mit gezielten Gasstössen die Hinterräder am Durchdrehen halten, wobei durch Gegenlenken die Vorderräder immer genau in die vom Fahrer gewünschte Richtung schauen müssen. Hier beginnt aber das Problem, da wir unsere Vorderräder nicht sehen können, muss der Driftneuling diesen Winkel erst durch Versuch und Irrtum (=Abflug oder Dreher) herausfinden. Das bedeutet: Üben, üben und nochmals üben. Am besten in einem Drifttraining unter Anleitung!

 

 

Variante 2: Die Kupplung!

Auch die Kupplung bietet uns 2 Möglichkeiten die Hinterräder in den gewünschten Bereich zu bringen, in dem die Haftung hinten abreisst:

Jeder Druck auf die Kupplung und auch das Wiedereinkuppeln bedeuten einen mehr oder weniger starken Ruck auf die Hinterräder. Ist dieser Ruck kombiniert mit Fliehkraft durch eine Kurve, geht es schon wieder los mit der Drifterei! 

1. In die Kurve einfahren in relativ kleinem Gang um mehr Motorbremswirkung zu haben, Kupplung treten bis die Motordrehzahl ca. 1000 bis 2000 U/min abgefallen ist, dann wieder zügig einkuppeln. Das Bremsmoment des Motors wird ausreichen, den Drift auszulösen. Dann weiter wie unter Variante1 Punkt 3!

2. In die Kurve einfahren dann Kupplung treten, dann ein kurzer Gasstoss, um die Drehzahl etwas zu erhöhen und Kupplung zügig wieder loslassen. (Da mir diese Technik aber zu hart aufs Material geht, lehre ich diese in meinen Trainings nur auf ausdrücklichen Wunsch der Teilnehmer. Dann weiter wie unter Variante1 Punkt 3!

Am besten und billigsten übt es sich auf Schnee auf dem Testgelände in Österreich! Immer möglich von Dezember bis März!

Variante 3: Anpendeln

Das macht am meisten Spaß, da diese Technik aus dem Rallyesport kommt. (Besonders geeignet und meistens auch ein Muss für Allradautos!)

Anpendeln ist ein gezieltes Aufschaukeln des Fahrzeuges durch mehrere Lenkbewegungen, welches die Varianten 1 und 2 auch noch zusätzlich unterstützt oder auch alleine angewendet werden kann. Man lenkt vor einer Kurve erst kurz und ruckartig in die Gegenrichtung und dann erst im Rythmus der Wankbewegung des Fahrzeuges auf die andere Seite. Das bewirkt ein Aufschaukeln des Fahrzeughecks und es beginnt zu pendeln. Geschieht dieser Lastwechsel mit dem richtigen Timing, lenkt das Heck kräftig mit und der Drift beginnt.  Dann weiter wie unter Variante1 Punkt 3!

Variante 4: Lastwechsel 

Lastwechsel nennt man das Spiel mit dem Gewicht eines Autos. Durch alle Aktionen des Fahrers, sei es Gasgeben oder Gaswegnehmen, Bremsen oder Lenken verteilt sich das Gewicht des Autos unterschiedlich auf die Räder. Ein stark belastetes Rad überträgt auch viele Kräfte und umgekehrt.

Ein plötzliches Gaswegnehmen oder auch Bremsen kann also das Gewicht hinten so weit reduzieren, bis es in einer Kurve zum Heckausbruch kommt. (Beim Bremsen mit viel Gefühl arbeiten, da der kleinste ABS-Einsatz meist wieder stabilisierend auf das KFZ wirkt). Weiter mit Variante1 Punkt 3!

Jetzt lassen sich diese Techniken auch fast beliebig kombinieren, je nachdem ob es bergab oder bergauf geht, oder ob der Belag wechselt usw! Über Sinn und Unsinn dieser Art von Trainings kann ich nur folgendes entgegnen: Jemand der sein KFZ im Drift beherrschen kann, kann es mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch in einer Notsituation im Strassenverkehr abfangen. Ausserdem geben diese Trainings jedem Teilnehmer mit dem Wissen über die Möglichkeiten eines Heckausbruchs auch das Wissen über die Gefahren und das Verständniss, warum so etwas passieren kann mit auf den Weg. Er kann diese Situationen von vorne herein vermeiden. Und das ist im Sinne der Verkehrssicherheit. 

Am sinnvollsten erlernt man das ganze natürlich unter professioneller Anleitung und nur auf abgesperrtem Gelände! Anmeldung und Anfragen bitte per Email. 

Wer an Trainings interessiert ist und noch nicht in meinem Emailverteiler gelistet ist, gibt mir bitte seine Email-Adresse, dann seid Ihr immer auf dem Laufenden!

Um die möglichen Trainingstrecken zu sehen, klicken Sie links "zu den Strecken"