| Variante 1: Gas geben!
1. mit ca. 80% der max. möglichen Kurvengeschwindigkeit
in die Kurve einfahren und einlenken. Das stellt sicher, dass wir nicht
zu schnell sind und dadurch bereits aus der Kurve rutschen. Ausserdem
werde ich durch das Gasgeben, das den Drift auslösen soll noch ein
bisschen schneller, was ja nicht gleich zum Abflug führen soll!
2. Ein kurzer kräftiger Gasstoss stellt sicher, dass die
Hinterräder durchdrehen. Der Drift beginnt. Häufigster Fehler
hierbei: Meistens wird vorsichtig Gas gegeben und auf den Drift
"gewartet", was aber einen deutlichen Reaktionsnachteil zur Folge hat,
da der Fahrer nicht genau weiss, wann es losgeht mit dem Driften und
dann evtl. das Auto schon zu quer ist um es noch abzufangen.
3.
Mit gezielten Gasstössen die Hinterräder am Durchdrehen
halten, wobei
durch Gegenlenken die Vorderräder immer genau in die vom Fahrer
gewünschte Richtung schauen müssen. Hier beginnt aber das
Problem, da
wir unsere Vorderräder nicht sehen können, muss der
Driftneuling diesen
Winkel erst durch Versuch und Irrtum (=Abflug oder Dreher)
herausfinden. Das bedeutet: Üben, üben und nochmals
üben. Am besten in
einem Drifttraining unter Anleitung!
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Variante 2: Die Kupplung!
Auch die Kupplung bietet uns 2 Möglichkeiten die
Hinterräder in den gewünschten Bereich zu bringen, in dem die
Haftung hinten abreisst:
Jeder Druck auf die Kupplung und auch das Wiedereinkuppeln
bedeuten einen mehr oder weniger starken Ruck auf die Hinterräder.
Ist dieser Ruck kombiniert mit Fliehkraft durch eine Kurve, geht es
schon wieder los mit der Drifterei!
1. In die Kurve einfahren in relativ kleinem Gang um mehr
Motorbremswirkung zu haben, Kupplung treten bis die Motordrehzahl ca.
1000 bis 2000 U/min abgefallen ist, dann wieder zügig einkuppeln.
Das Bremsmoment des Motors wird ausreichen, den Drift auszulösen.
Dann weiter wie unter Variante1 Punkt 3!
2. In die Kurve einfahren dann Kupplung treten, dann ein
kurzer Gasstoss, um die Drehzahl etwas zu erhöhen und Kupplung
zügig wieder loslassen. (Da mir diese Technik aber zu hart aufs
Material geht, lehre ich diese in meinen Trainings nur auf
ausdrücklichen Wunsch der Teilnehmer. Dann weiter wie unter
Variante1 Punkt 3!
Am besten und billigsten übt es sich auf Schnee auf dem
Testgelände in Österreich! Immer möglich von Dezember
bis März!
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Variante 3: Anpendeln
Das macht am meisten Spaß, da diese Technik aus dem
Rallyesport kommt. (Besonders geeignet und meistens auch ein Muss
für Allradautos!)
Anpendeln ist ein gezieltes Aufschaukeln des Fahrzeuges durch
mehrere Lenkbewegungen, welches die Varianten 1 und 2 auch noch
zusätzlich unterstützt oder auch alleine angewendet werden
kann. Man lenkt vor einer Kurve erst kurz und ruckartig in die
Gegenrichtung und dann erst im Rythmus der Wankbewegung des Fahrzeuges
auf die andere Seite. Das bewirkt ein Aufschaukeln des Fahrzeughecks
und es beginnt zu pendeln. Geschieht dieser Lastwechsel mit dem
richtigen Timing, lenkt das Heck kräftig mit und der Drift
beginnt. Dann weiter wie unter Variante1 Punkt 3!
Variante 4: Lastwechsel
Lastwechsel nennt man das Spiel mit dem Gewicht eines Autos.
Durch alle Aktionen des Fahrers, sei es Gasgeben oder Gaswegnehmen,
Bremsen oder Lenken verteilt sich das Gewicht des Autos unterschiedlich
auf die Räder. Ein stark belastetes Rad überträgt auch
viele Kräfte und umgekehrt.
Ein plötzliches Gaswegnehmen oder auch Bremsen kann also
das Gewicht hinten so weit reduzieren, bis es in einer Kurve zum
Heckausbruch kommt. (Beim Bremsen mit viel Gefühl arbeiten, da der
kleinste ABS-Einsatz meist wieder stabilisierend auf das KFZ wirkt).
Weiter mit Variante1 Punkt 3!
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